28. März 2008

Das Halsband von Marie Antoinette




Als erste deutschsprachige Website kann ich euch über die Versteigerung einer detailgetreue Nachbildung, des berühmten Halsband der Königin Marie Antoinette berichten. Die gesamte Geschichte zu diesen Collier findest du in einen älteren Post. Das Halsband wurde von Juwelieren aus 657! Zirkonen gefertigt.




Die Versteigerung erfolgt bei Ebay Frankreich: Le Collier de la Reine:


Weitere interessante Devotionalien zur Familie Louis des XVI. findet Ihr direkt vom Hersteller im Titellink.

24. März 2008

Der Geruch von Paris

Unermüdlich auf der Jagd nach übelriechenden Miasmen*, führt Jean Noel Hallè* den Kampf der Desodorierung.
Drei Episoden aus seinem Alltag sollen uns als Einführung dienen.
Beginnen wir mit dem 14. Februar 1790. Seit dem Sturm auf die Bastille sind mehr als sechs Monate vergangen; der Schrecken hat sich gelegt. An diesem Tag steigt das Thermometer auf 4 Rèaumur; es herrscht Südost-Wind; am Pont de la Tournelle erreicht die Seine eine Wasserstand von fünf Fuß. Frühmorgens hat Jean-Noel Halle sich in Begleitung seines Freundes Boncerf auf den Weg gemacht, um die Gerüche an den Flussufern auszukundschaften oder, genauer gesagt, um sie mit prüfender Nase zu erreichen, Die beiden Gelehrten sind von Sociètè Royale de Medicine mit die Aufgabe betraut worden. Sie beginnen ihre Unternehmung am Pont Neuf, schreiten das rechte Ufer bis La Rapeè ab und überqueren den Fluß schräg gegenüber des Abwässerkanals der Salpetriere, um am linken Ufer zu ihrem Ausgangspunkt zurückzukehren, Das gewissenhaft Protokoll über den mehr als zehn Kilometer langen Fußmarsch liefert ein genaues Bild von der Vielfalt der Gerüche, In dem ganzen Text findet sich kein einziger Hinweis auf etwas Sichtbares. Eine recht unbefriedigende Lektüre für den, der malerische Beschreibungen liebt: er wird sich weder am Geschwätz der Wäscherinnen noch am lauten Treiben der Schiffsauslader diesseits und jenseits der Seine ergötzen können. Nichts als Gerüche. Eine Wegbeschreibung mit ungewöhnlichen Unterbrechungen, die den langen Strecken der von Unrat bedeckten „Anschwemmzonen“ den Vorrang gegenüber allen nicht stinkenden Uferbereiche gibt, wo die Quais oder Häuser direkt ans Wasser angrenzen.
Eine derartige Riechvermessung ist nicht ungefährlich. Man muss sich hüten vor übertriebener Kühnheit. muss die notwendige Vorsicht bewahren. An der gefürchteten Mündung des Geoblins Zuflusses geht der Begleiter von Jean-Noel gegen den Wind am Wasser entlang und watet durch den schwarzen Schlamm.
„Monsieur Boncerf, der sich an dieser Stelle stärker den aus Südosten kommenden Wind gewandt hatte und ans Ufer hinabgestiegen war, wurde von einem beißenden, alkalischen, stechenden und stinkenden Geruch überwältigt, der ihm derart auf die Atemwege schlug, dass sein Hals binnen einer halben Stunde zu schmerzen begann und seine Zunge merklich anschwoll. Unter dem Eindruck dieser schädlichen Ausdünstung warnte er, ich möge sogleich zur Straße zurückkehren; da ich oben an der östlichen Spitze des von Anschwemmungen verseuchten Uferbereichs geblieben war, der Wind aus meiner Position heraus als von Hinten kam, habe ich nichts Unangenehmes verspürt.“

Doch dies sind nur harmlose Scharmützel; die Tage der großen Schlacht erweisen sich als ungleich dramatischer. Kehren mir zu einem Ereignis zurück, das acht Jahre früher stattgefunden hat.
Am. 23. März 1782 versammeln sich die größten Kapazitäten der Hygiene und der Chemie vor dem Hotel de la Grenade in der Rue de la Parcheminerie. Die Senkgrube soll gereinigt werden. Ihre tödlichen Ausdünstungen sind bekannt. Überdies versichert due Hauswirtin, dass die Medizinstudenten eimerweise Leichenreste und den Fäkalien verborgen haben Das Ausmaß der Gefahr ist gar nicht zu ermessen, Academie Royale des Sciennes hat die Gelehrten Lavoisier, Le Roy und Fougeroux an den Ort des Geschehens entsandt, während die Chemiker Marcquer und Fourcroy sowie der Herzog von La Rochefoucauld, der Abeè Tessier und Jean-Noel Halle im Auftrag der Societe Royale de Medecine gekommen sind. Sie alle sollen die Wirksamkeit eines neuen „antimefitischen“* Mittel testen, erfunden von Sieur Janin, der zu Behaupten wagt, daß sein Essig die üblen Gerüche zerstört und die Miasmen bindet.
Es ist ein kalter Tag, nur 2 Reaumur um die Mittagszeit; der Wind kommt von Norden; im Laufe des Vormittags hat es heftig geschneit. Kurz, die meteorologischen Bedingungen erscheinen günstig. Während Janin seinen Essig versprengt, klettern Jean-Noel Halle und der Abbeè Tessier die Leitern hinauf und hinunter, um die unterschiedliche Intensität des Gestanks zu messen. Stundenlang nimmt das zwischen acht und neun Uhr morgens begonnene Experiment einen ungestörten Verlauf. Dann, gegen fünfzehn Uhr, kommt es zu einer dramatischen Wende: einer der Kloakenfeger erleidet einen Erstickungsfall und rutscht ab. Unter größten Schwierigkeiten gelingt es ihn aus der Grube zu bergen.
Die Augenzeugen drängen sich um den Todgeweihten. Ein junger Mann versucht, ihn durch Wiederbelebungsversuche zu retten, aber ohne Erfolg. Nun schaltet sich ein Fachmann ein, Monsieur Verville, Inspektor einer Gesellschaft, die den seit einigen Jahren bei Kloakenentleerung verwendeten Ventilator herstellt. Doch hören wir, wie Jean-Noel Halle das Los des unglückseligen Verville beschreibt:
„Kaum hatte er die Luft geatmet, die dem Mund des Sterbenden entströmte, schrie er „ ich bin tot!“ und fiel ohnmächtig um (…). Ich sah, wie er unter äußersten Anstrengungen um Atem rang, wie er an den Armen gehalten wurde, während er sich brüllend aufbäumte; abwechselnd hoben und senkten sich Brust und Bauch in heftigen, krampfartigen Bewegungen. Er hatte das Bewusstsein verloren; Seine Extremitäten waren kalt; der Puls wurde immer schwächer (…). Manschmal füllte sich der Mund sogar mit Schaum, die Glieder wurden steif und der Kranke schin einem wahren epileptischen Anfall ausgesetzt …“
Zum Glück kommt Monsieur Verville – der, um es noch einmal zu sagen, nur den Odem eines Sterbenden geatmet hat wieder zu sich und kann nach Hause gehen.
Ein weiterer Bericht von Monsieur Halle handelt von verschiedenen, krankheitserregenden Gerüchen, die sich in ihrer Lieblingshölle, dem Hospital entfalten.
„Es gibt einen stinkenden Geruch, ähnlich dem, der von Kleidungsstücken ausgeht, und eine Fauligen Geruch, der weniger hervortritt, aber durch den allgemeinen Ekel, den er auslöst, unangenehmer ist als der erste. Ein dritter, den man Verwesungsgeruch nennen kann, läßt sich als eine Mischung aus Saurem, Fadem und Stinkendem beschreiben, die Zersetzung und ist der widerwärtigste und all den Gerüchen, die im Hospital anzutreffen sind. Ein weiterer Geruch, der in Nase und Augen stickt, kommt von der Unsauberkeit; man könnte meinen, die Luft enthielt etwas Pulverförmiges, und wenn man sich auf die Suche macht, findet man gewiss feuchte, verstockte Wäsche, einen Haufen Unrat oder von gärenden Miasmen verseuchte Betten und Kleider. Die verschiedenen den besonderen Geruch des Brandes, den des Krebserregers und den Pesthauch, der sich bei Knochenfraß verbreitet. Doch was die Ärzte durch Erfahrung über diesen Gegenstand lernen, kann jeder erproben, wenn er nur die unterschiedlichen Gerüche in den Krankensälen vergleicht. Bei den Kindern roch es sauer und stinkend; bei den Frauen süß und faulig; von den Schlafsälen der Männer dagegen geht ein starker, aber nur stinkender und daher längst nicht so abstoßender Geruch aus.
Obwohl mehr auf Sauberkeit geachtet wird als früher, herrscht in den Krankensälen der guten Armen von Bicetre ein fader Geruch, der den zarten Personen schwach ums Herze wird.

* Miasma: Bis zu Pasteurs Entdeckungen wurden außerhalb des Körpers gebildete Ansteckungsstoffe, inbesondere giftige Ausdünstungen des Bodens, als Miasmen bezeichnet.
*antimefitisch: Mittel, die den stinkenden, verpesteten Dünsten entgegenwirkten


*Die Berichte stammen von den berühmten französichen Arzt Jean Noel Halle geb in Paris 6. 1. 1754 gest. 11. 2. 1822 ebenda

18. März 2008

Ostern


Ich wünsche allen Lesern ein frohes Osterfest.

Der Beitrag von Rudolf I. von Habsburg und Louis dem IX. als herausragende Mitglieder ihrer Sippe werden zu Ihrem Wiegenfeste geehrt. Das ist Ende April bzw Anfang Mai.

Weiters ist eine umfangreiche Maria Magdalena Geschichte in Vorbereitung.

12. März 2008

Der Briefwechsel der Habsburger






Alfred von Arneth, Hofbibliothekar des Wiener Hof- und Kammerarchivs hat im 19. Jahrhundert mehrere Bücher mit den Originalbriefen der Königin Marie Antoinette, der Kaiserin Maria Theresia und Kaiser Joseph II. mit Leopold von der Toskana veröffentlicht.

Die Bücher sind als ebook entweder als Faksimile oder auch als Dokument mit dem Titel dieses Posts verlinkt. Die Briefe sind in Original, das heißt in französischer Sprache gedruckt.
Bitte Kopierrechte beachten

Todesursache NAPOLEONS entdeckt!



Der Pathologe Lugli stellte ein Team von Rechtsmediziner, Internisten, Pathologen, Onkologen zusammen, dazu sein Frau, eine Anästesitstin.
Zwei Fragen wollten sie klären:
Lässt sich aus medizinischer Sicht tatsächlich nicht sagen, woran Napoleon starb?
Und: Hätte er noch einmal in die Geschichte eingreifen können, wenn er von St. Helena freigekommen wäre?
Alessandro Luigi suchte sich Hosen des Verbannten und maß die Bundweite. So wies er nach, dass Napoleon in seinen letzten Lebensmonaten Gewicht verlor, bis zu 15 Kilogramm. Nicht das Gewicht zählte, sondern der Gewichtsverlauf.
Dann studierte er Augenzeugen bereichtem Memoiren von Mätressen und Kammerdienern. Und den Autopsiebericht, verfasst von des Kaisers Leibarzt, Francesco Antonmarchi.

Napoleon starb am 5. Mai 1821, seine Leiche wurde schon am folgenden Tag obduziert. Antonmarchi entdeckte einen großen Tumor, über zehn Zentimeter lang, der vom Mageneingang bis zum Magenausgang reichte. Die um liegenden Lymphknoten fand er vergrößert und verhärtet, am Magenausgang war ein zweiter, kleiner Tumor, verwachsen mit der Leber. Im Darm stieß Antomarchi auf eine dunkle, körnige, stinkende Masse, die aussah wie „Kaffeesatz“. Sie entsteht, wenn frisches Blut sich mit Magensäure vermischt.
Keine Anzeichen einer Vergiftung. „Die Hände sind ein bisschen klein“, schrieb Antonmarchi, „aber schön und sehr gut gestaltet.“

Luiglis Team, das war das Neue an seiner Idee, verglich daraufhin den historischen Befund mit den Daten von 135 Magenkrebspatienten der Gegenwart. So bestimmten sie die Größe, die Eindringtiefe, die Streuung. Napoleon hatte danach mindestens einen Tumor im Stadium T3N1M0 – selbst heute eine Diagnose mit geringer Überlebenschance.
Offenbar, sagte Lugli, hat sich der Korse irgendwann mit dem Bakterium Helicobacter pylori infiziert. Im Oktober 1815 war daraus eine Gastritis entstanden, aus der sich ein Magengeschwür entwickelte. Ab Oktober 1820 verschlechterte sich Napoleons Zustand dramatisch, Schmerzen beim Schlucken, Fieber und nächtliche Schweißausbrüche schwächten ihn.
Todesursache, darauf deutete der Kaffeesatz hin, war offenbar eine massive Magenblutung,
Vie Jahre Lang haben Lugli und seine Helfer daran gearbeitet. Für sie steht zweifelsfrei fest: Der Kaiser wurde nicht von seinen Feinden besiegt, sondern von einem Bakterium. „Ob er zusätzlich vergiftet wurde“, sagt Lugli strahlend, „spielt bei diesem Tumorstand keine Rolle.“

Dieser Text entstammt zum Teil einem Artikel Der Zeitschrift Spiegel Ausgabe Nr. 7 aus 2/2007

Genremalerei




















Eine Kunstart die im 19. Jahrhundert gepflegt wurde.
Es wurden Situationen und Bilder in einer huldvollen und romantisch, verklärte Art gewählt die technisch gut ausgeführt, meist posthum angefertigt wurden.
Drei Bilder zeigen Kunstwerke des Malers Joseph Caraud der einige Sujets zur königlichen Familie mit Louis XVI. und Marie Antoinette anfertigte.

Zu dieser Zeit gab es noch nicht die Qualität guter Portaitfotographie und Genremalerei ist heute oft erheiternd auf die Situation bezogen.
Auch war die Art der Malerei in der Plakatkunst zu finden und viele Illustratoren und Künstler verdienten mit Plakat- oder Schildermalerei so Ihren Unterhalt noch bis Mitte des vorigen Jahrhundert.
Ab den 2. Weltkrieg wurde diese Art des Kunsthandwerks durch Photographie Illustration und Airbrush ersetzt.

Ein Teil der obigen Bilder wurden dem Blog: Rom, Römer am Römsten entnommen

10. März 2008

Musik am Französischen Hof - Teil II






AM HOF
LOUIS XV. & XVI.





Erst mit dem Einzug Louis XV in Versailles (man hatte den Palast nach dem Tode Louis XIV verlassen) nahm die Hofmusik einen neuen Aufschwung.
Oberhofmeister wurde André Cardinal Destouches, doch in Paris machte ein anderer Mann von sich reden:
Jean Philippe Rameau, er war eigentlich Organist und Musiktheoretiker, dann im alter von 50 Jahren brachte er eine Oper auf die Bühne „Hippolyte et Aricie“, diese Oper war so neuartig und doch zutiefst französisch, dass sie einen Skandal herauf beschwörte.

Doch die Entrüstung schlug bald um in Begeisterung und man führte seine Werke genauso oft auf wie die von Lully und Campra.


Aufführung des Prunkballetts "La Princesse de Navarre" von Rameau zur Hochzeit des Dauphins dem Vater Louis XVI.

1745 hatte Rameau Gelegenheit gleich mit mehreren Werken den Hof zu beehren.
Der König war begeistert und nahm ihn in die königliche Kammer auf.
Zu dem Ballett „Le Temple de la Gloire“ schrieb sogar Voltaire das Libretto, doch der König würdigte ihn keines Blickes.

Neben Rameau stieg noch ein weitere Musiker in höchste Gunst auf:
Jean Joseph Cassanea de Mondonville wurde zum Liebling der Pompadour, sie sang sogar einige Rollen in seinen Pastoralen.

Paris wurde allerdings erneut durch einen musikalischen Schock erschüttert: Eine italienische Truppe war in der Stadt und spielte eine kleine komische Oper von Pergolesi „La serva Padrona“ (Die Magd als Herrin) da hier der Adel verspottet wurde fand dieses Werk großen Anklang bei den Philosophen und gebildeten Bürgen, allen voran Jean Jacques Rousseau.

Man trug fast einen Religionskrieg in Sachen Musik aus, welcher Stil nun der bessere sei, der französische oder der italienische. Doch schon längst versuchten viele Komponisten Europas die beiden Musikstile zu vermischen.

Rameau wurde zur Galionsfigur der französischen Partei, doch war ihm das sichtlich unangenehm. Dieser Musikstreit sollte das Volk und den Hof auf kultureller Ebene für immer auseinander bringen.
Denn der König verbot die Aufführung italienischer Opern.
Im Concert Spirituel das von der Familie Philidor (ebenfalls eine berühmte Musikerdynastie am Hofe) gegründet wurde war es seit der Gründung üblich zwischen den großen Motetten Lullys, Campras und Delalandes italienische Concertos und Sonaten aufzuführen.
So wurden hier Vivaldis 4 Jahreszeiten mit großem Erfolg gegeben und Georg Philipp Telemann, der berühmteste deutsche Komponist der Epoche hatte hier mehrere Auftritte.

Der kleine Mozart spielte sogar vor der königlichen Familie, später sollte er sich um eine Organistenstelle am Hof bewerben, doch wegen mangelnder Qualifikation wurde er abgelehnt....

Der Musikstil unter Louis XV blieb erzkonservativ. Während in Europa langsam die modernen Symphonien entstanden spielte man hier noch immer im alten französischen Stil.
Und so muss die Dauphine Marie Antoinette nicht schlecht gestaunt haben als zu ihrer Hochzeit im Opernhaus von Versailles die alte Tragödie „Persée“ von Lully aus dem Jahre 1682 gegeben wurde.

AM HOFE LOUIS XVI UND MARIE ANTOINETTES

Doch mit dem Tode Louis XV sollte sich einiges ändern, Louis XVI war weniger in Musik vernarrt als seine Vorgänger und Marie Antoinette bevorzugte lieber das außergewöhnliche als das Niveauvolle...

Doch mit Marie Antoinette kam auch ihr ehemaliger Cembalolehrer nach Paris, Christoph Willibald Gluck. Hier führte er seine erfolgreichsten Werke auf:
Die französische Fassung von „Orfée et Euridice“ „Iphigenie en Aulide“ „Alceste“ und „Armide“. Außerdem komponierte ein pompöses Ballett für die Hochzeit Louis XVI und Marie Antoinette.




Frankreich öffnete sich mehr und mehr den europäischen Musikeinflüssen und so wurde Paris trotz der konservativen Haltung des Hofes das neue Zentrum der Symphonie in Europa. (Diese Stellung gab die Stadt erst mit der Zunahme der Unruhen an Wien ab).
Franz Josef Haydn spielte hier seine 6 Pariser Symphonien.

Ein Abenteurer aus der neuen Welt wurde der Oberhofmeister der Musik der Königin: Jean Joseph Boulogne Chevalier de Saint Georges, ein Nachkomme von Sklaven, jetzt Offizier, Degenheld und der Schwarm der Frauen.

Antoine Dauvergne wurde von Louis XVI zum Oberhofmeister der Musik ernannt, doch der wahre Star war André Modeste Grétry, der in Paris und am Hof heitere Opern gab die sogar den Erfolg von Gluck in den Schatten stellte. Aber auch berühmte Italiener waren hier zu Gast Antonio Salieri und Antonio Sacchini komponierten einige Opern für den Hof in Versailles.

Mit der Auflösung des Hofes brach auch das kulturelle Leben zusammen. Die Schreckensherrschaft legte eine solche Zensur an den Tag, dass es einigen Komponisten den Kopf kostete weil ein König in ihren Opern auftrat...

Der Text entstammte der Feder "Duc de Berry`s",
entnommen dem letzten, wahren Marie Antoinette Forum

Zum Originaltext im Marie Antoinette Forum