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26. Oktober 2008

Die kleinen Schlösser der großen Fürsten


Marie Antoinette bekam von Ihren Gatten Louis Auguste das Petit Trianon geschenkt.
Seitdem beschäftigte sie sich mit der Verschönerung der Gärten während sie im Gebäude selbst nicht die mindeste Verbesserung, so wie auch nicht die geringste Veränderung am Mobiliar vornehmen ließ, obwohl letzteres bereits ziemlich schlecht geworden war und im Jahre 1789 sich noch genau in demselben Zustand befand, wie unter der Regierung Louis XV..
Alles ohne wurde beibehalten. Die Königin schlief in einem unscheinbaren Bett, das sogar schon von der Gräfin Du Barry (!!) gebraucht worden war. Der Vorwurf der Verschwendung, den man allgemein der Königin gemacht hat, ist der unbegreiflichste unter allen den Irrtümern, die über ihren Charakter in der Welt verbreitet worden sind.
Sie hatte ganz denn entgegen gesetzten Fehler, und ich könnte beweisen, dass sie die Sparsamkeit bis zur Knickerei trieb, die zumal an einer Fürstin tadelswert war. An dem zurück gezogenen Leben in Trianon fand sie viel Geschmack. Sie begab sich dahin gewöhnlich ganz allein, in Begleitung eines einzigen Lakaien; aber sie fand dort eine Dienerschaft zu ihrem Empfang bereit, nämlich einen Kastellan und seine Frau, die dann bei ihr die Stelle einer Kammerfrau vertrat, ferner Kammerfräulein, Schlossburschen usw.

Mme Campan







Ihr Bruder Joseph II., Kaiser von Österreich, ein Freund des Understatements,ließ nach dem Vorbild eines pariser Palais, 1775 im Augarten eine kleine Villa nach seinen persönlichen Wünschen bauen.
Das Palais Augarten, das Hauptgebäude, ist noch heute der Sitz der Manufaktur Augarten Porzellan, die schon seit 1712 in diesem Palais das berühmte Pozellan herstellt. Die angrenzenden Gebäude werden von den Wiener Sängerknaben genutzt.
Das sogenannte Kaiser Stöckl von Joseph II., das an der Rückseite des Palais Augarten zu finden ist, wird heute als Proberaum von den Sängerknaben benutzt und das wurde mir auch von Anrainern bestätigt.
Der ebenerdige Teil des Gebäude wurde von Joseph II. als Privatresidenz benutzt. Die große Maisonette hatte einen Rundumblick in die ehemals unverbaute Leopoldstadt und Richtung Stadtzentrum, in die Praterauen und in den barocken Augarten.
Die Parkanlage wurde von den Gartenarchitekten Jean Trehet in französichen Stil neu angelegt. Kaiser Joseph II. hatte im Jahr 1775 die Parkanlagen der Öffentlichkeit zur freien Benützung übergeben und über dem Gartenportal folgende Infschrift anbringen lassen: „Allen Menschen gewidmeter Erlustigungs-Ort von Ihrem Schätzer“

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