Juli 1791
Jedermann in Europa kennt die Liebe des Königs zu seinen Völkern und die großmütige Art seines Verhaltens, bei der Einberufung, der Generalstände und bei allen Gelegenheiten seit der Eröffnung dieser Versammlung. Die Güte und Hochherzigkeit des Königs sind mit Beleidigungen sonder Zahl gegen ihn und seine Familie und mit der Gefangenschaft, in der man ihn seit fast zwei Jahren hält, vergolten worden. Der König hatte sich in alle persönlichen Opfer, die man von ihm forderte, gefügt und bereit gefunden, alle Leiden des Zustandes, in dem er gehalten wurde, zu ertragen, weil er hoffte, daß aus den Arbeiten der Repräsentanten der Nation das Glück des Königreiches entstehen und er für sein Leiden durch das Allgemeinwohl getröstet würde. Da er aber jetzt, wo die Nationalversammlung zu Ende geht, sieht, daß jede Art von Regierung zerstört ist, daß sich die Klubs jeder Autorität sogar über die Versammlung hinweg bemächtigt haben, daß keine Hoffnung mehr besteht, daß sie die von ihr begangenen Fehler korrigieren könne und auch nicht die neue gesetzgebende Versammlung, wenn in ihr ebenfalls der Klubgeist vorherrscht, reicht der Rest eines Scheins von Autorität, der dem König bleibt, nicht hin, das Wohl zu fördern und das Übel hintanzuhalten. Nach diesen Überlegungen hat der König den Entschluß gefaßt, eine letzte Anstrengung zu machen, um seine Freiheit zurückzugewinnen und sich den Franzosen anzuschließen, die wirklich das Wohl ihres Vaterlandes wünschen; aber die Umtriebe der Aufrührer haben seinen Plan zum Scheitern gebracht; er ist nochmals verhaftet und wird Gefangener in Paris bleiben. Der König hat beschloßen Europa den Zustand, in dem er sich befindet bekanntzumachen; und indem er seinen Kummer dem Kaiser, seinem Schwager, anvertraut, zweifelt er nicht daran, daß er alle Maßnahmen ergreift, die ihm sein großmütiges Herz gebieten wird, um dem König und dem Königreich von Frankreich zu Hilfe zu kommen.
Ganz eigenhändig geschriebenes Original im Wiener Staatsarchiv, Karton 26, Hausarchiv. Mit einem Vermerk von Mercy: „Originalschreiben des Königs von Frankreich“
24. Mai 2011
10. Mai 2011
Estienne Jodelle
Sonett
Comme un qui s’est perdu dans la forest profunde
Loin de chemin, d’oree, et d’adresse, et de gens:
Comme un qui en la mer grosse d’horribles vens,
Se voit presque engloutir des grans vagues de l’onde.
Comme un qui erre aux champs, lorsque la nuit au monde
Ravit toute clarté, j’avois perdu long temps
Voye, route, et lumiere, et presque avec le sens,
Perdu long temps l’object, où plus mon heur se fonde.
Mais quand on voit, ayans ces maux finy leur tour,
Aux bois, en mer, aux champs, le bout, le port, le jour,
Ce bien present plus grand que son mal on vient croire.
Moy donc qui ay tout tel en vostre absence esté,
J’oublie en revoyant vostre heureuse clarté,
Forest, tourmente, et nuict, longue, orageuse, et noire.
Sonett
Wie einer, der im tiefen Walde sich verirrt,
Weitab vom Pfad, nicht Ausweg kennt und Richtung mehr,
Wie einer, dem auf stürmisch hoch gewelltem Meer
Von großen Wogen schon ein Grab bereitet wird,
Wie einer, der durchs Feld irrt, wenn den Tagglanz fort
Die Nacht der Erde nimmt, so hatt` auch ich langhin
Verloren Weg, Bahn, Licht und beinah mit dem Sinn
Langhin verloren meines größten Glückes Hort.
Doch sieht man dann, sobald der Unheilsbann zerbricht,
In Wäldern, Feldern, Mer, das Ziel, den Ort, das Licht,
Wird dies zum größer`n Gut als Not, die jüngst entflohn:
Auch ich, dem, fern von dir, solch Schiksal war verhängt,
Vergeß im Wiedersehn, von deinem Licht beschenkt,
Wald, Qual und lange Nacht mit Sturm und düsterem Drohn.
für Eva
Estienne Jodelle, Seigneur de Lymondin
Jodell geb. 1532 in Paris, gest. 1573 ebendort, war Organisator der Feste am französischen Königshof. Er stand der Pléiade nahe und schrieb lyrische Gedichte seit seiner frühen Jugend. Seine Tragödie „Cléopatre captive“ ist die erste nicht aus alten Sprachen übersetzte, sondern selbstständige französische Tragödie nach antiker Art. Jedelle gilt als Schöpfer der klassizistischen französischen Dramas, das mit den Werken Pierre Corneilles und Jean Racines seinen künstlerischen Höhepunkt erreicht.
Text nach: Les Amours et autres póesies d`Estienne Jodell, sieur du Lymodin hrg. Von Ad. van Bever, 1907
Comme un qui s’est perdu dans la forest profunde
Loin de chemin, d’oree, et d’adresse, et de gens:
Comme un qui en la mer grosse d’horribles vens,
Se voit presque engloutir des grans vagues de l’onde.
Comme un qui erre aux champs, lorsque la nuit au monde
Ravit toute clarté, j’avois perdu long temps
Voye, route, et lumiere, et presque avec le sens,
Perdu long temps l’object, où plus mon heur se fonde.
Mais quand on voit, ayans ces maux finy leur tour,
Aux bois, en mer, aux champs, le bout, le port, le jour,
Ce bien present plus grand que son mal on vient croire.
Moy donc qui ay tout tel en vostre absence esté,
J’oublie en revoyant vostre heureuse clarté,
Forest, tourmente, et nuict, longue, orageuse, et noire.
Sonett
Wie einer, der im tiefen Walde sich verirrt,
Weitab vom Pfad, nicht Ausweg kennt und Richtung mehr,
Wie einer, dem auf stürmisch hoch gewelltem Meer
Von großen Wogen schon ein Grab bereitet wird,
Wie einer, der durchs Feld irrt, wenn den Tagglanz fort
Die Nacht der Erde nimmt, so hatt` auch ich langhin
Verloren Weg, Bahn, Licht und beinah mit dem Sinn
Langhin verloren meines größten Glückes Hort.
Doch sieht man dann, sobald der Unheilsbann zerbricht,
In Wäldern, Feldern, Mer, das Ziel, den Ort, das Licht,
Wird dies zum größer`n Gut als Not, die jüngst entflohn:
Auch ich, dem, fern von dir, solch Schiksal war verhängt,
Vergeß im Wiedersehn, von deinem Licht beschenkt,
Wald, Qual und lange Nacht mit Sturm und düsterem Drohn.
für Eva
Estienne Jodelle, Seigneur de Lymondin
Jodell geb. 1532 in Paris, gest. 1573 ebendort, war Organisator der Feste am französischen Königshof. Er stand der Pléiade nahe und schrieb lyrische Gedichte seit seiner frühen Jugend. Seine Tragödie „Cléopatre captive“ ist die erste nicht aus alten Sprachen übersetzte, sondern selbstständige französische Tragödie nach antiker Art. Jedelle gilt als Schöpfer der klassizistischen französischen Dramas, das mit den Werken Pierre Corneilles und Jean Racines seinen künstlerischen Höhepunkt erreicht.
Text nach: Les Amours et autres póesies d`Estienne Jodell, sieur du Lymodin hrg. Von Ad. van Bever, 1907
27. April 2011
Madame du Barry
Die Gräfin ist Ludwing XV. im Frühjahr 1768 in Versailles aufgefallen.
Choiseul, der Premierminister hat behauptet, daß die junge Madame du Barry nach Paris gekommen sei, um seine Unterstützung in der Sache eines Heereslieferungsauftrages zu erbitten. Choiseul verweist sie an den Intendanten Foulon in Versailles. Jeanne und ihre Mutter haben so die Gelegenheit das Schloß zu betreten, und wurden absichtlich dort aufgestellt, wo seine Majestät vorbeikommen wird.
Der König ist von der Schönheit und Jugend der Madame du Barry angetan und beauftragt seinen Kammerdiener Lebel nach ihren Namen zu fragen. Lebel ist derartge Aufträge gewöhnt und wenig später führt er Jeanne in die Kleinen Gemächer von Louis XV. ...
Die junge Mätresse ist nicht unerfahren. Sie ist fast fünfundzwanzig Jahre alt und die uneheliche Tochter von Anne Bécu, die als Näherin in einem Kloster gearbeitet hatte; der Vater war vermutlich einer der Mönche dieses Kloster. Anne Bécu gab ihr Kind zu den Damen von Saint-Aure in Pension. Im Alter von fünfzehn Jahren tritt Jeanne als Gesellschaftsdame in die Dienst von Madame Delay, einer Steuerpächterswitwe, und die Herren, die den Salon der Madame Delay besuchen, werden bald auf die hübsche Vorleserin aufmerksam. Sie machen ihr den Hof. Einer von ihnen erlangt ihre Gunst, andere folgten. Die Witwe ist bald von dem Benehmen ihrer Gesellschaftsdame unterrichtet und man flüsterte sie habe die Söhne des Hauses, zwei verheiratete Männer, zu verführen versucht. Jeanne wird entlassen, und tritt als Verkäuferin ins Modegeschäft der Madame Labille ein. Die Schönheit von Jeanne lockt die Kundschaft in den Laden, wie Honig die Fliegen. Der weibliche Kundschaft folgen die Verehrer der Damen, Herren vom Hof, Gardeoffiziere, reiche Bankiers drängen sich um Jeanne. Während der Woche überwacht Madame Labille ihre Angestellten jedoch streng, und so hält sich Jeanne am Sonntag schadlos: Sie besucht in galanter Begleitung die verschiedenen Jahrmärkte, bindet sich aber an keinen ihrer Liebhaber. Sie ist keine Mätresse oder billige Kurtisane sonder ein lebenslustiges Mädchen, das nur an sein Vergnügen denkt. Sie wählt ihre Freunde mit Bedacht, ihre Liebhaber sind „Stufen auf ihrem Weg zum Ruhm“.
Im Jahre 1763, mit zwanzig Jahren, lernt sie den Grafen du Barry kennen. Ein Graf von untadeliger Herkunft, er stammt aus einer guten Familie des Languedoc, aber ein Gauner und Betrüger, der das Vermögen seiner Frau durchgebracht hat. Graf du Barry bereichert sich als Heereslieferant auf übelste Weise, und lernt so den Stiefvater von Jeanne kennen, der auf dem gleichen Gebiet tätig ist. Der Stiefvater von Jeanne macht die jungen Leute miteinander bekannt. Jean war hingerissen, und Jeanne, die sich damals Madmoiselle de Vaubernier nannte, scheint bald seine Mätresse geworden zu sein. Da ihr Freund Jean bereits verheiratet ist, heiratet Jeanne kurzer hand den unverheirateten Bruder Ihres Liebhabers um den wohlklingenden Namen tragen zu dürfen.
Jeanne du Barry wohnt mit Ihrer Mutter in seinem Haus, in der Rue de Jussienne, wo an selber Adresse der Salon Madame du Barrys bald in Mode kommt. Man trifft dort die vornehmsten Herren des Hofes und bekannte Künstler. In dieser Umgebung lernt die Geliebte von Jean du Barry, sich in der vornehmsten Gesellschaft zu bewegen. Sie hatte einige Liebhaber unter diesen bekannten Besuchern und hatte keine Hemmungen den Grafen Jean untreu zu werden. Namentlich genannt sind der Bankier Sainte-Foix und der Herzog de Richelieu. Jean du Barry weiß von den Affären seiner Mätresse und sucht bei anderen Frauen Trost. Es ist ihm gelungen seine Sohn in das Pagenkorps des Königlichen Hofstaates zu bringen, aber er ist noch jung und kann seinem Vater nicht die Beziehungen verschaffen, die dieser für seine mehr oder weniger unlauteren Geschäfte nötig hat.
So kommt der Graf auf die glorreiche Idee, seine Geliebte dem König anzubieten.
So wird Jeanne im Schloß eingeführt, durch wenig zufällige Umstände von Ludwig XV. bemerkt und zu seiner Mätresse.
Allerdings hat Ludwig zu Beginn einige Bedenken wegen Jeannes Vergangenheit: „Sagen Sie, Noailles“, fragte er eines Tages den Herzog, der stets offen mit dem König gesprochen hat, „bin ich nicht der Nachfolger von Sainte-Foix?“
„Ja, Majestät, so wie Eure Majestät der Nachfolger von Pharamond* ist!“
*sagenhafter erster Herrscher des Frankenreich
Teile entnommen von Jacques Levron. Louis XV., Kapitel "Eine gewisse Jeanne Bécu"
Choiseul, der Premierminister hat behauptet, daß die junge Madame du Barry nach Paris gekommen sei, um seine Unterstützung in der Sache eines Heereslieferungsauftrages zu erbitten. Choiseul verweist sie an den Intendanten Foulon in Versailles. Jeanne und ihre Mutter haben so die Gelegenheit das Schloß zu betreten, und wurden absichtlich dort aufgestellt, wo seine Majestät vorbeikommen wird.
Der König ist von der Schönheit und Jugend der Madame du Barry angetan und beauftragt seinen Kammerdiener Lebel nach ihren Namen zu fragen. Lebel ist derartge Aufträge gewöhnt und wenig später führt er Jeanne in die Kleinen Gemächer von Louis XV. ...
Die junge Mätresse ist nicht unerfahren. Sie ist fast fünfundzwanzig Jahre alt und die uneheliche Tochter von Anne Bécu, die als Näherin in einem Kloster gearbeitet hatte; der Vater war vermutlich einer der Mönche dieses Kloster. Anne Bécu gab ihr Kind zu den Damen von Saint-Aure in Pension. Im Alter von fünfzehn Jahren tritt Jeanne als Gesellschaftsdame in die Dienst von Madame Delay, einer Steuerpächterswitwe, und die Herren, die den Salon der Madame Delay besuchen, werden bald auf die hübsche Vorleserin aufmerksam. Sie machen ihr den Hof. Einer von ihnen erlangt ihre Gunst, andere folgten. Die Witwe ist bald von dem Benehmen ihrer Gesellschaftsdame unterrichtet und man flüsterte sie habe die Söhne des Hauses, zwei verheiratete Männer, zu verführen versucht. Jeanne wird entlassen, und tritt als Verkäuferin ins Modegeschäft der Madame Labille ein. Die Schönheit von Jeanne lockt die Kundschaft in den Laden, wie Honig die Fliegen. Der weibliche Kundschaft folgen die Verehrer der Damen, Herren vom Hof, Gardeoffiziere, reiche Bankiers drängen sich um Jeanne. Während der Woche überwacht Madame Labille ihre Angestellten jedoch streng, und so hält sich Jeanne am Sonntag schadlos: Sie besucht in galanter Begleitung die verschiedenen Jahrmärkte, bindet sich aber an keinen ihrer Liebhaber. Sie ist keine Mätresse oder billige Kurtisane sonder ein lebenslustiges Mädchen, das nur an sein Vergnügen denkt. Sie wählt ihre Freunde mit Bedacht, ihre Liebhaber sind „Stufen auf ihrem Weg zum Ruhm“.
Im Jahre 1763, mit zwanzig Jahren, lernt sie den Grafen du Barry kennen. Ein Graf von untadeliger Herkunft, er stammt aus einer guten Familie des Languedoc, aber ein Gauner und Betrüger, der das Vermögen seiner Frau durchgebracht hat. Graf du Barry bereichert sich als Heereslieferant auf übelste Weise, und lernt so den Stiefvater von Jeanne kennen, der auf dem gleichen Gebiet tätig ist. Der Stiefvater von Jeanne macht die jungen Leute miteinander bekannt. Jean war hingerissen, und Jeanne, die sich damals Madmoiselle de Vaubernier nannte, scheint bald seine Mätresse geworden zu sein. Da ihr Freund Jean bereits verheiratet ist, heiratet Jeanne kurzer hand den unverheirateten Bruder Ihres Liebhabers um den wohlklingenden Namen tragen zu dürfen.
Jeanne du Barry wohnt mit Ihrer Mutter in seinem Haus, in der Rue de Jussienne, wo an selber Adresse der Salon Madame du Barrys bald in Mode kommt. Man trifft dort die vornehmsten Herren des Hofes und bekannte Künstler. In dieser Umgebung lernt die Geliebte von Jean du Barry, sich in der vornehmsten Gesellschaft zu bewegen. Sie hatte einige Liebhaber unter diesen bekannten Besuchern und hatte keine Hemmungen den Grafen Jean untreu zu werden. Namentlich genannt sind der Bankier Sainte-Foix und der Herzog de Richelieu. Jean du Barry weiß von den Affären seiner Mätresse und sucht bei anderen Frauen Trost. Es ist ihm gelungen seine Sohn in das Pagenkorps des Königlichen Hofstaates zu bringen, aber er ist noch jung und kann seinem Vater nicht die Beziehungen verschaffen, die dieser für seine mehr oder weniger unlauteren Geschäfte nötig hat.
So kommt der Graf auf die glorreiche Idee, seine Geliebte dem König anzubieten.
So wird Jeanne im Schloß eingeführt, durch wenig zufällige Umstände von Ludwig XV. bemerkt und zu seiner Mätresse.
Allerdings hat Ludwig zu Beginn einige Bedenken wegen Jeannes Vergangenheit: „Sagen Sie, Noailles“, fragte er eines Tages den Herzog, der stets offen mit dem König gesprochen hat, „bin ich nicht der Nachfolger von Sainte-Foix?“
„Ja, Majestät, so wie Eure Majestät der Nachfolger von Pharamond* ist!“
*sagenhafter erster Herrscher des Frankenreich
Teile entnommen von Jacques Levron. Louis XV., Kapitel "Eine gewisse Jeanne Bécu"
4. April 2011
Versailles trifft Wikipedia
Im Februar 2011 sind das Museum von Versailles und Wikipedia eine Kooperation eingegangen.
Zweck dieser Gemeinschaft ist die Verbreitung von digitalen Originalen des Museum über die bekannte Plattform. Wikipedia ist mit 17 Mio. Artikeln in 250 Sprachen die bekannteste und umfassendeste Online-Enzyklopädie. Wikimedia Frankreich fördert in Frankreich die berühmte Autorensammlung Wikipedia und die anderen Wikimedia-Projekte.
Zum ersten Mal in Frankreich wird ein Mitarbeiter von Wiki, in diesem Falle Benoît Evellin, sechs Monate im Versailler Schloss verbringen. Evellin, Mitglied von Wikimedia Frankreich und ein Spezialist in kultureller Mediation, wird den Kontakt und Austausch zwischen den Mitwirkenden von Wikipedia und den Teams des Versailler Schlosses fördern. Seine Aufgabe besteht in der Schaffung von geeigneten Kanälen für die Übermittlung von kulturellem und wissenschaftlichem Inhalt des Versailler Schlosses in französischer und in anderen Sprachen innerhalb von Wikimedia-Projekten und auf Wikimedia Commons, dem zentralen Medienarchiv der Wikimedia-Projekte, vorwiegend mittels Fotos.
Da Wikipedia vorwiegend ein Medium für freie Autoren ist, bin ich über die Auswahl des Medienarchiv Wikimedia gespannt, da es schon in der Zeit vor der Kooperation, jedem frei stand in den Archiven von Schloss Versailles zu stöbern.
Evellin ist enthusiastisch: "Es ist eine grosse Ehre für mich, in diesem Sinnbild französischer Geschichte empfangen zu werden. Versailles ist schon immer Standort von Innovationen gewesen, somit ist es nur normal, dass dies auch im digitalen Zeitalter so bleibt."
Jean-Jacques Aillagon, Präsident der öffentlichen Einrichtung des nationalen Schlossgutes und Museums von Versailles, merkt an: "Wikipedia ist eine wichtige Quelle von Informationen über das Schloss Versailles in der ganzen Welt. Einige Konservatoren und wissenschaftliche Experten des Schlosses tragen bereits sporadisch zur Bereicherung einiger Artikel bei. Der Zweck dieses Aufenthalts besteht darin, die Überlegungen in Bezug auf den grösstmöglichen Austausch voranzutreiben und zu verfolgen."
"Wir sind hocherfreut, dass in nur wenigen Wochen eine originelle, ertragreiche und innovative Zusammenarbeit eingerichtet werden kann", meint Adrienne Alix, Präsidentin von Wikimedia Frankreich. "Die dynamische Kraft des Versailler Schlosses und der Wunsch, sein Erbe zu teilen, sind hoch zu schätzen und wir sind sicher, dass dies den Weg für andere Projekte und andere Institutionen ebnen wird, da wir bereits neben Versailles auch mit der Stadt Toulouse und der Französischen Nationalbibliothek zusammengearbeitet haben."
Es bleibt nur zu hoffen, daß nach der anfänglichen Euphorie wieder etwas Sachlichkeit einkehrt. Ich persönlich kann für Autoren und Leser von Wikipedia noch keine Vorteile erkennen, und es wird sich weisen ob diese Zusammenarbeit ihre Früchte trägt.
Eine subtile Einflussnahme durch das Museum, daß die ungemeine Fülle von Informationen und Bilddaten verwaltet, ist naheliegend.
lePoint france
Rückfragehinweis: Pressekontakt: Château de Versailles, Helene Dalifard,+33(0)1-30-83-77-01; Aurelie Gevrey, +33(0)1-30-83-77-03; Violaine Solari,+33(0)1-30-83-77-14, presse@chateauversailles.fr; Wikimedia: Adrienne Alix,adrienne.alix@wikimedia.fr, +33(0)6-33-40-70-80
Zweck dieser Gemeinschaft ist die Verbreitung von digitalen Originalen des Museum über die bekannte Plattform. Wikipedia ist mit 17 Mio. Artikeln in 250 Sprachen die bekannteste und umfassendeste Online-Enzyklopädie. Wikimedia Frankreich fördert in Frankreich die berühmte Autorensammlung Wikipedia und die anderen Wikimedia-Projekte.
Zum ersten Mal in Frankreich wird ein Mitarbeiter von Wiki, in diesem Falle Benoît Evellin, sechs Monate im Versailler Schloss verbringen. Evellin, Mitglied von Wikimedia Frankreich und ein Spezialist in kultureller Mediation, wird den Kontakt und Austausch zwischen den Mitwirkenden von Wikipedia und den Teams des Versailler Schlosses fördern. Seine Aufgabe besteht in der Schaffung von geeigneten Kanälen für die Übermittlung von kulturellem und wissenschaftlichem Inhalt des Versailler Schlosses in französischer und in anderen Sprachen innerhalb von Wikimedia-Projekten und auf Wikimedia Commons, dem zentralen Medienarchiv der Wikimedia-Projekte, vorwiegend mittels Fotos.
Da Wikipedia vorwiegend ein Medium für freie Autoren ist, bin ich über die Auswahl des Medienarchiv Wikimedia gespannt, da es schon in der Zeit vor der Kooperation, jedem frei stand in den Archiven von Schloss Versailles zu stöbern.
Evellin ist enthusiastisch: "Es ist eine grosse Ehre für mich, in diesem Sinnbild französischer Geschichte empfangen zu werden. Versailles ist schon immer Standort von Innovationen gewesen, somit ist es nur normal, dass dies auch im digitalen Zeitalter so bleibt."
Jean-Jacques Aillagon, Präsident der öffentlichen Einrichtung des nationalen Schlossgutes und Museums von Versailles, merkt an: "Wikipedia ist eine wichtige Quelle von Informationen über das Schloss Versailles in der ganzen Welt. Einige Konservatoren und wissenschaftliche Experten des Schlosses tragen bereits sporadisch zur Bereicherung einiger Artikel bei. Der Zweck dieses Aufenthalts besteht darin, die Überlegungen in Bezug auf den grösstmöglichen Austausch voranzutreiben und zu verfolgen."
"Wir sind hocherfreut, dass in nur wenigen Wochen eine originelle, ertragreiche und innovative Zusammenarbeit eingerichtet werden kann", meint Adrienne Alix, Präsidentin von Wikimedia Frankreich. "Die dynamische Kraft des Versailler Schlosses und der Wunsch, sein Erbe zu teilen, sind hoch zu schätzen und wir sind sicher, dass dies den Weg für andere Projekte und andere Institutionen ebnen wird, da wir bereits neben Versailles auch mit der Stadt Toulouse und der Französischen Nationalbibliothek zusammengearbeitet haben."
Es bleibt nur zu hoffen, daß nach der anfänglichen Euphorie wieder etwas Sachlichkeit einkehrt. Ich persönlich kann für Autoren und Leser von Wikipedia noch keine Vorteile erkennen, und es wird sich weisen ob diese Zusammenarbeit ihre Früchte trägt.
Eine subtile Einflussnahme durch das Museum, daß die ungemeine Fülle von Informationen und Bilddaten verwaltet, ist naheliegend.
lePoint france
Rückfragehinweis: Pressekontakt: Château de Versailles, Helene Dalifard,+33(0)1-30-83-77-01; Aurelie Gevrey, +33(0)1-30-83-77-03; Violaine Solari,+33(0)1-30-83-77-14, presse@chateauversailles.fr; Wikimedia: Adrienne Alix,adrienne.alix@wikimedia.fr, +33(0)6-33-40-70-80
19. März 2011
Place de Grève und Hotel de Ville.
Im antiken Paris war die Place de Grève das wirtschaftliche Zentrum der Stadt.
Der Anlegeplatz war für die Schiffer wichtig, da es noch keine Anlegestellen gab, und das flache und sandige Flußufer ein rasches be- und entladen erlaubte.
Die Handelsgilde hatte ihr Haus am Place de Gréve und übernahm die Waren und bot sie zum Verkauf an. So entstanden Tavernen und Stände und es herrschte ein reges Treiben an der Place. Das Hotel de Ville oder Rathaus genannt, waren der Sitz der Stadtverwaltung. Der flache und sandige Untergund des Platzes erlaubte es trockenen Fußes die Stadt zu betreten, ohne im Morast zu versinken. Es hat ungefähr eine Breite von 80m und eine Länge von 150 m, und hat die gleiche Grundfläche wie das Hotel de Ville das vom Fluss aus betrachtet rechts liegt. Die Place de Grève wurde als Richtplatz oder (und) als Festplatz für besondere Ereignisse genutzt. Der Ausdruck Grève, der im heutigen französischen Sprachgebrauch mit Streik übersetzt wird, hat seinen Ursprung vom Place de Grève.
Das ursprüngliche Haus am Place de Grève wurde 1357 zum Pariser Rathaus umgewidmet. Wegen Baufälligkeit kam es im 16. Jahrhundert zum Abriss des Gebäudes. Franz I. ließ einen Prachtbau für die Pariser Stadtverwaltung im modernen Renaissance Stil errichten. Als im Zuge der Kampfhandlungen der Kommune von 1871 das Gebäude in Brand geriet, so daß danach nur mehr eine Brandruine zurückblieb, wurde das hotel de ville abgerissen.
Das jetzige Gebäude wurde nach den Plänen der beiden Architekten Théodore Ballu und Pierre Deperthes zwischen 1874 und 1882 errichtet. Es wurde im Stil dem ursprünglichen Gebäude nachempfunden. Außen sind an der Fassade des heutigen Hotel de Ville insgesamt 146 Statuen berühmter Persönlichkeiten zu bewundern. Im Innenraum des Gebäudes dominieren wiederum prächtige Dekorationen aus der Zeit der Dritten Republik. 1803 wurde die Place de Grève in Hotel de Ville umbenannt, und ist auch heute noch der Sitz der pariser Stadtverwaltung. Es ist im 4. Arrondissement der französischen Hauptstadt an der Rue de Rivoli zu finden.
Der Anlegeplatz war für die Schiffer wichtig, da es noch keine Anlegestellen gab, und das flache und sandige Flußufer ein rasches be- und entladen erlaubte.
Die Handelsgilde hatte ihr Haus am Place de Gréve und übernahm die Waren und bot sie zum Verkauf an. So entstanden Tavernen und Stände und es herrschte ein reges Treiben an der Place. Das Hotel de Ville oder Rathaus genannt, waren der Sitz der Stadtverwaltung. Der flache und sandige Untergund des Platzes erlaubte es trockenen Fußes die Stadt zu betreten, ohne im Morast zu versinken. Es hat ungefähr eine Breite von 80m und eine Länge von 150 m, und hat die gleiche Grundfläche wie das Hotel de Ville das vom Fluss aus betrachtet rechts liegt. Die Place de Grève wurde als Richtplatz oder (und) als Festplatz für besondere Ereignisse genutzt. Der Ausdruck Grève, der im heutigen französischen Sprachgebrauch mit Streik übersetzt wird, hat seinen Ursprung vom Place de Grève.
Das ursprüngliche Haus am Place de Grève wurde 1357 zum Pariser Rathaus umgewidmet. Wegen Baufälligkeit kam es im 16. Jahrhundert zum Abriss des Gebäudes. Franz I. ließ einen Prachtbau für die Pariser Stadtverwaltung im modernen Renaissance Stil errichten. Als im Zuge der Kampfhandlungen der Kommune von 1871 das Gebäude in Brand geriet, so daß danach nur mehr eine Brandruine zurückblieb, wurde das hotel de ville abgerissen.
Das jetzige Gebäude wurde nach den Plänen der beiden Architekten Théodore Ballu und Pierre Deperthes zwischen 1874 und 1882 errichtet. Es wurde im Stil dem ursprünglichen Gebäude nachempfunden. Außen sind an der Fassade des heutigen Hotel de Ville insgesamt 146 Statuen berühmter Persönlichkeiten zu bewundern. Im Innenraum des Gebäudes dominieren wiederum prächtige Dekorationen aus der Zeit der Dritten Republik. 1803 wurde die Place de Grève in Hotel de Ville umbenannt, und ist auch heute noch der Sitz der pariser Stadtverwaltung. Es ist im 4. Arrondissement der französischen Hauptstadt an der Rue de Rivoli zu finden.
7. März 2011
Katharina von Medici von Jean Orieux ...
...eine lesenswerte Biographie über die schwarze Königin von Frankreich.
Beginnend mit ihrer Jugend in Italien und den Hintergründen der Medici, führt Orieux den Leser ins Frankreich von Frances I. und spannt den Bogen fast über das gesamte 16. Jhdt bis Henri IV. Da Orieux kein strenger Historiker im tradionellen Sinn ist und mehr auf Deatails und Hintergründe bei Hof achtet, macht die Biographie um so lesenswerter, da die beschriebenen Personen fast bildlich in seinen Erzählungen erscheinen. An Zitaten und Aussprüchen fehlt es auch nicht. Gut geschrieben und übersetzt, für jüngere Leser ein wenig oldfashionend, da Orieux ein französischer Schriftsteller, geboren am Anfang des 20.Jhdt., längere Sätze und Beschreibungen bildet, die der jungen Generation schon fremd sein könnte. Also mir hat es gefallen. Bei Amazon findet ihr das Buch für 0,99 Euro, geistige Nahrung zum Preis einer Baguette.;)
Beginnend mit ihrer Jugend in Italien und den Hintergründen der Medici, führt Orieux den Leser ins Frankreich von Frances I. und spannt den Bogen fast über das gesamte 16. Jhdt bis Henri IV. Da Orieux kein strenger Historiker im tradionellen Sinn ist und mehr auf Deatails und Hintergründe bei Hof achtet, macht die Biographie um so lesenswerter, da die beschriebenen Personen fast bildlich in seinen Erzählungen erscheinen. An Zitaten und Aussprüchen fehlt es auch nicht. Gut geschrieben und übersetzt, für jüngere Leser ein wenig oldfashionend, da Orieux ein französischer Schriftsteller, geboren am Anfang des 20.Jhdt., längere Sätze und Beschreibungen bildet, die der jungen Generation schon fremd sein könnte. Also mir hat es gefallen. Bei Amazon findet ihr das Buch für 0,99 Euro, geistige Nahrung zum Preis einer Baguette.;)
6. März 2011
Frankreich gegen Österreich
Über die tennisbegeisterteten Franzosen der früheren Geschichte habe ich euch schon berichtet.
Dieses Wochenende war großes Treffen mit der Grand Nation, den neunfachen Daviscup Sieger.
Österreich hatte einen schwarzen Freitag und verlor beide Spiele gegen Jermey Chardy und Gilles Simon.
Am Samstag wurde der erste Punkt gegen Frankreich im Doppel erzielt und heute hatte Jürgen Melzer ein fulminates Spiel gegen Gilles Simon über fünf spannede Sätze.
Sollte es gelingen den starken Gegner Frankreich besiegen, wäre das eine Sensation, da Österreich erst wieder kurz in der ersten Gruppe des Davis-Cup aufgestiegen ist und derzeit tapfer den Finalisten Frankreich herausfordert.
Das letzte Match ging an Frankreich. Die Grand Nation kommt mit Zittern ins Viertelfinale und Österreich tritt den langen Marsch in die Relegation an. Aber unter uns gesprochen, Frankreich war die etwas stärkere Mannschaft.
Freitag, 4.3.2011 ab 14:00 Uhr
Jürgen Melzer - Jeremy Chardy: 5:7, 4:6, 5:7
Stefan Koubek - Gilles Simon: 0:6, 2:6, 3:6
Samstag, 5.3.2011 ab 14:00 Uhr
Jürgen Melzer / Oliver Marach - Julien Benneteau / Michael Llodra: 6:4, 3:6, 6:3, 6:4
Sonntag, 6.3.2011 ab 13:30 Uhr (ORF Sport+: live ab 13:25 Uhr)
Jürgen Melzer - Gilles Simon: 7:6(7), 3:6, 1:6, 6:4, 6:0
Martin Fischer - Jeremy Chardy
Dieses Wochenende war großes Treffen mit der Grand Nation, den neunfachen Daviscup Sieger.
Österreich hatte einen schwarzen Freitag und verlor beide Spiele gegen Jermey Chardy und Gilles Simon.
Am Samstag wurde der erste Punkt gegen Frankreich im Doppel erzielt und heute hatte Jürgen Melzer ein fulminates Spiel gegen Gilles Simon über fünf spannede Sätze.
Sollte es gelingen den starken Gegner Frankreich besiegen, wäre das eine Sensation, da Österreich erst wieder kurz in der ersten Gruppe des Davis-Cup aufgestiegen ist und derzeit tapfer den Finalisten Frankreich herausfordert.
Das letzte Match ging an Frankreich. Die Grand Nation kommt mit Zittern ins Viertelfinale und Österreich tritt den langen Marsch in die Relegation an. Aber unter uns gesprochen, Frankreich war die etwas stärkere Mannschaft.
Freitag, 4.3.2011 ab 14:00 Uhr
Jürgen Melzer - Jeremy Chardy: 5:7, 4:6, 5:7
Stefan Koubek - Gilles Simon: 0:6, 2:6, 3:6
Samstag, 5.3.2011 ab 14:00 Uhr
Jürgen Melzer / Oliver Marach - Julien Benneteau / Michael Llodra: 6:4, 3:6, 6:3, 6:4
Sonntag, 6.3.2011 ab 13:30 Uhr (ORF Sport+: live ab 13:25 Uhr)
Jürgen Melzer - Gilles Simon: 7:6(7), 3:6, 1:6, 6:4, 6:0
Martin Fischer - Jeremy Chardy
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