25. Oktober 2009

Büste von Marie Antoinette



Bei Ebay wird ein Leckerbissen für alle Marie Antoinette Fans versteigert.
Eine Porzellanbüste mit fast 40 cm Höhe aus Biskuitporzellan der Manufaktur Scheibe-Alsbach/Thüringen. Eine seltene Darstellung der Königin von Frankreich auf eckigem, abgesetztem Säulensockel mit verschiedenen Ornamenten verziert.
Die Büste sieht sehr gut getroffen aus und die Verarbeitung und die Haltung der Hände finde ich gelungen.

Einen Link zu Ebay habe ich euch in den Titellink eingefügt.

2. Oktober 2009

Sacrificium - die vergessene Welt der Kastraten



Mit ihrem neuen Album „Sacrificium”, das im Oktober veröffentlicht wurde, dürfte der Koloratur-Mezzosopranistin Cecilia Bartoli erneut ein interessantes Werk gelungen sein, weil sie wieder auf beeindruckende Weise eine musikalische Quelle auftut, die sonst eher vergessen bleiben wollte.

Die Bartoli wagt sich daran, den stimmgewaltigen Kastraten die Ehre zu erweisen. Die Interpretationen der Gesangsstücke kommen nicht an die gesangliche Leistung eines tatsächlichen Kastraten heran. Das hat Bartoli selbst zugegeben. Ich habe euch eines der wenigen Tondokumente des letzten Kastraten der päpstlichen Kapelle, Alessandro Moreschi beigefügt.

Der Gesang verbreitet einen angenehmen, gruseligen Schauer wenn man daran denkt, daß ein erwachsener Mann dieses Ave Maria singt. Die „Wiener Sängerknaben“, die auf ähnliche Weise ihr Publikum unterhalten sind ein musikalischen Überbleibsel aus den Tagen, als man junge Knaben ihre Männlichkeit raubte. Die Wiener Sängerknaben werden nach ihrem Stimmbruch, mit einer erstklassigen Musikausbildung und vollkommen unversehrt entlassen.
Als filmisches Werk empfehle ich euch den Film „Farinelli“ der in meiner Filmliste zu finden ist, und das Leben der beiden Kastraten Caffarelli und Farinelli beschreibt. Durch digitale Mischtechnik mit zwei unterschiedlichen Stimmen, eines weiblichen Sopran und einer männlichen Alt, wurde dieser Film zu einem gehörten Lehrbeispiel der gesanglichen Leistung von Kastraten.

„Sacrificium” versammelt in Cecilia Bartolis Hommage ein Dutzend Kastratenarien, wenig bekannter Komponisten und erinnert mit diesem traurig, schönen Werk an das tragische Schicksal vieler junger Männer. Über 4.000 Jünglinge fielen im 18. Jahrhundert jährlich aus Armut der Kastration zum Opfer, was ich persönlich für stark übertrieben halte und von der Sängerin im Album-Trailer verkündet wird.
Kastraten waren in Italien seit der Spätantike tradiert und im Einflußbereich der katholischen Kirche auch eine Zeit geduldet und nicht verboten. In anderen Ländern, wie insbesondere im Frankreich des Ancien Régime war die Kastration von französischen Knaben oder französische Kompositionen für das 3. Geschlecht unbekannt. Die Franzosen begnügten sich damit bekannte Kastraten nach Frankreich einzuladen.

28. September 2009

Marie Antoinette im Schloss Belvedere


Im Zuge der langen Nacht der Museen am 3. Oktober 2009 gibt es im Schloss Belvedere in Wien eine interessantes Programm zu Marie Antoinette. Die Schauspielerin Lena Reichmuth, die die letzten Königin von Frankreich darstellt, wird eine Lesung zum Besten geben; Beginn 22 00.


Das Programm ist ganz nach meinem Geschmack, die Roben von „La Hong“ sind wie immer sehenswert, und ich werde euch mit Aufnahmen auf diesem Blog verwöhnen.

Das Programm:
In der Langen Nacht der Museen sind alle Dependancen des
Belvedere - Oberes Belvedere, Unteres Belvedere, Orangerie und
Augarten Contemporary - geöffnet und bieten ein hochkarätiges und
buntes Programm.

Programm oberes Belevedere (Prinz Eugen-Straße 27, 1030 Wien)

Kostenloser Willkommenssekt (18 - 19 Uhr)

ZU GAST BEI MARIE ANTOINETTE Ab 18 Uhr: EMPFANG ( 22 Uhr: LESUNG)
Marie Antoinette (Filmschauspielerin Lena Reichmuth) empfängt die
Besucher und liest Geschichten anlässlich ihres Hochzeitsballs im
Schloss Belvedere am 17. April 1770.

GEROCKTER ROKOKO (20 und 23 Uhr)
Rokoko-Showtanz der Tanzschule Rueff in Kreationen des Modedesigners
La Hong.

19. September 2009

Dauphin und Dauphine



Einige von Euch haben sich sicher schon gefragt, warum der französische Thronfolger nach einem Meeressäuger benannt wurde.

Hier ist die Geschichte, wie die französischen Prinzen und Prinzessinnen, zu dem Namen Dauphin und Dauphine gekommen sind:





Die Grafschaft Albon entstand, als der Erzbischof von Vienne aus der Grafschaft Vienne, die er 1023 erhalten hatte, zwei neue Lehen ausgliederte, Maurienne im Norden, woraus sich Savoyen entwickelte, und Albon im Süden, woraus die Dauphiné entstand.
Guigues IV. von Albon hatte in seinem Wappen das Bild eines gekrümmten Delfins, weswegen er den Beinamen „der Delfin“ (franz. le Dauphin) bekam. Unter seinen Nachkommen entwickelte sich dieser Beiname zu einem Titel und der Delfin wurde fester Bestandteil ihres Wappens. Hiermit erhielt die Grafschaft Albon die Bezeichnung Dauphiné de Viennois.
1349 vermachte Humbert II., Dauphin von Viennois, seine de jure zum Deutschen Reich gehörende Grafschaft Dauphiné dem französischen König Philipp VI. Dieser übertrug sie, um kein Lehnsmann des Kaisers zu werden, samt dem traditionellen Titel Dauphin de Viennois seinem Enkel, dem Kronprinzen und späteren König Karl V., der beides dann an seinen ältesten Sohn, den späteren Karl VI., weitergab.
Hiermit etablierte sich für mehrere Generationen der Brauch, dem jeweiligen Thronerben die Dauphiné mitsamt Titel Dauphin als Apanage zu geben. Nachdem die deutschen Kaiser im Verlauf des 15. Jahrhunderts die Ansprüche auf das Dauphiné aufgegeben hatten, schlug Ludwig XI. sie der Krondomäne zu. Hiernach hieß der jeweilige Kronprinz Dauphin de France oder Dauphin de Viennois bis zum Regierungsantritt Ludwigs XIV.
Der Titel Dauphin wurde zu einem Vokabel, d. h. zu dem Wort, das ihn bezeichnete.
Zahlreiche Dauphins wurden übrigens nie König, weil sie früher als ihr Vater starben. In diesen Fällen ging der Titel an den in der Thronfolge nachrückenden Bruder oder auch Enkel über.

Gefunden bei Wikipedia

Das Textbild zeigt das Wappen von Guigues' IV. von Albon

15. September 2009

Reliquien im Museum Carnavalet



Bei eurem nächsten Besuch in Paris, solltet ihr im Museum Carnavalet vorbeischauen.
Im genannten Museum gibt es eine schöne Sammlung von Reliquien der königlichen Familie Louis XVI.
Es zeigt persönliche Gegenstände aus dem Besitz von Ludwig, Marie Antoinette, dem Dauphin Louis Charles und Madame Elisabeth.


Die Information und Bilder sind von Thomas Meyhöfer, einem profunden Kenner der Legende um die Dunkelgräfin.




Musée Carnavalet
23, rue de Sévigné

9. September 2009

Der letzte Herzog von Burgund


In wenigen Tagen beginnt im KHM (Kunsthistorisches Museum in Wien) eine große Ausstellung zu Karl dem Kühnen (*1433 †1477) aus dem Königshaus der Valois.
In der Gratiszeitung „Heute“ wird Karl als „letzter Herzog von Burgund" bezeichnet.
Richtig müsste es heißen, Karl der Kühne war der letzte Herzog aus dem Hause Valois-Burgund.

Nach einer wechselvollen Geschichte fiel die Freigrafschaft an Frankreich, Spanien, Habsburg und dann wieder an Frankreich.
In der jüngeren französischen Geschichte, in den Reunionskriegen (Holländischer Krieg, 1667-1714) wurde die Grafschaft Burgund vom französischen Königs Ludwig XIV besetzt. Der im Jahr 1678 geschlossene Frieden von Nimwegen bestätigte Frankreich in dieser Eroberung.






Der Titel eines Herzog von Burgund wurde bis ins die Zeit von Louis XV. verliehen. Dauphin Louis de Bourbon, duc de Bourgogne († 1712), Enkel von König Ludwig XIV. von Frankreich und Louis Joseph Xavier de Bourbon, duc de Bourgogne († 1761), Enkel von König Ludwig XV., Dauphin von Frankreich, älterer Bruder von Louis Auguste waren Herzöge von Burgund.
Der letzte Herzog von Burgund war der jung verstorbene, Joseph Xavier de Bourbon, duc de Bourgogne.









Nach der Revolution von 1789 wurden 1790 die Herzogtümer von Frankreich in Departements gegliedert.
Es stimmt , das Karl der Kühne der berühmteste Herzog von Burgund war, so wie Julius Cäsar der berühmteste aller Cäsaren.