Die Vendeé eine Provinz an der Antlantikküste im Westen Frankreich gelegen, war im revolutionären Frankreich ein Ort des Widerstand. Die Verbreitung des Aufruhr fand 1793 ihren Anfang als sich die Bevölkerung gegen die Revolution wandte.
Schon unter der Zeit des alten Königtum war die Vendeé eine widerspenstige Provinz, und die Vertreter der Krone konnten keine Truppen ausheben. Jules Michlet schrieb, „Die Vendéer sie sind mit dem Boden verwurzelt und sie würden eher einen Krieg mit den König anfangen, als ihre Scholle, ihre Hecke oder ihre Ochsen zu verlassen.“
Der Widerstand begann zaghaft. Zuerst wurden die Priester der Region, die nicht auf die Verfassung vereidigt waren versteckt. Die Priester die auf die Zivilverfassung vereidigt waren wurden systematisch gemobbt.
Anfang 1793 widersetzte sich die Region offen gegen die Truppenaushebung durch den Nationalkonvent.
1793 sollten in den Provinzen 300 000 Rekruten ausgehoben werden . Die jungen Männer der Vendée jagten die Offiziere davon und bewaffneten sich, in mehreren Städten stürmten sie Ämter und verbrannten die Dokumente. Regierungsgesandte empfingen sie mit Parolen wie: „Lang leben die Priester, die Religion und der König; Tod den Patrioten“.
Im März 1793 überrannte der aufgebrachte Mob von Bauern, ausgerüstet mit Mistgabel, Messern und Sicheln das Städtchen Machecoul, 20 Kilometer vom Atlantik entfernt. Die wenigen Nationalgardisten wurden getötet. Die Streitmacht formierte sich und innerhalb kurzer Zeit nannte sie sich die „ Armée catholique et royale“ Sie marschierte unter dem Symbol des roten Herzens Jesu mit aufgesetztem Kreuz und der Umschrift „Dieu die Roi“ .
Der Nationalkonvent und die pariser Radikalen forderte drastische Maßnahmen; die Region mit Arsen zu vergiften und Giftgas einsetzen, doch zum Glück scheiterte das vorbereitete Experiment mit Schafen.
Die Revolutionsgegner eroberten die Städte Cholet, Saumur und Angers, bald beherrschten sie ein Gebiet von 150 mal 100 Kilometern. Der Grossrat verfaßte eine Adresse an die Franzosen:
„Wir kennen den Wunsch Frankreichs, es ist auch der unsere: unseren heiligen römisch-apostolischen Glauben zu retten und für alle Zeiten zu erhalten. Es ist der Wunsch, einen König zu haben, der nach innen als Vater und nach außen als Beschützer wirkt“.
Solche Losungen sorgten in Paris für Panik, den die Revolution stand mit den Rücken zu Wand. In Belgien und der Ostfront standen Truppen der feindlichen Monarchien Frankreich gegenüber. In dieser Lage in Jahre 1793 wagte man ein gewagtes Manöver und schickte 100000 kampferprobte Soldaten in den Westen Frankreich. Der General Westermann gab das berühmte Zitat: Es gibt keine Vendeé mehr. Sie starb mit ihren Frauen und Kindern durch unsere freien Säbel. Gemäß den Befehlen, die Ihr mir erteilt, habe ich die Kinder unter den Hufen meiner Pferde zermalmt und die Frauen massakriert, die keine Straßenräuber mehr gebären werden. Es gibt keinen Kriegsgefangenen, die mich anklagen könnten. Ich habe sie alle niedergemacht.“
Den Pariser Radikalen war das nicht genug und am 6. Feb. 1794 beschloß der Nationalkonvent die „vollständige Zerstörung der Vendée und Ausrottung ihrer Bevölkerung. Zwölf „Höllenkolonnen“ zerstörten Dorf für Dorf, metzelten die Bewohner nieder, brannten Felder und Wälder ab, steckten Scheunen und Höfe in Brand.
Sicher überliefert ist die letzte Demütigung durch die Pariser Regierung. Sie tauften das abtrünnige Département um in „Vengé“ – „Gerächt“.
Eine gute Zusammenstellung der Ereignisse in der Vendée findet Ihr im Titel bei Wikipedia
30. März 2011
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